
Ofengespräch mit Jürgen Schweikardt
Ausgabe 09 / 2024

Im Zentrum unserer Philosophie steht unser garantiert ungespritztes Maurerkorn® aus dem Rems-Murr-Kreis. Es symbolisiert unser jahrzehntelanges Engagement für einen regionalen, naturnahen Anbau und eine minimierte Umweltbelastung. Die Methoden, die wir zur Kultivierung unseres Getreides anwenden, sind das Resultat einer Rückbesinnung auf ganz traditionelle Landwirtschaft. Damit unser Maurerkorn® ungespritzt wachsen kann, braucht es eine Mischung aus verschiedenen Maßnahmen.
Nachhaltiger Getreideanbau beginnt bereits bei der Auswahl des Saatguts. Wir wählen robuste Sorten aus, die nicht auf maximalen Ertrag gezüchtet sind. Diese Sorten sind von Natur aus widerstandsfähiger gegen Krankheiten und Schädlinge.
Beim Anbau unseres Maurerkorn® legen wir Wert auf einen weiten und lichten Getreidebestand. Das fördert ein gesundes Klima mit viel Licht und Luft zwischen den Halmen und reduziert Krankheiten. Für uns steht Qualität und Naturnähe vor maximalem Ertrag
Zur Unkrautbekämpfung setzen wir auf rein mechanische Methoden, wie zum Beispiel das Striegeln. Dabei wird Unkraut entwurzelt, verschüttet und bekämpft – ohne jegliche Spritzmittel. Auch wird die Belüftung und Durchlässigkeit des Bodens gefördert, was zu einer gesünderen Pflanzenumgebung führt
Wir düngen unsere Felder unter anderem mit organischem Dünger, der als Nebenprodukt bei der Herstellung von Biogas durch die Stadtwerke Fellbach anfällt. Er stammt aus Rohstoffen wie Mais, Sudangras und Sonnenblumen, die wir zuvor an die Biogasbetreiber geliefert haben. Diese Praxis schafft einen nachhaltigen Kreislauf, der das Wachstum unserer Pflanzen unterstützt und den Boden bereichert. Hinzu kommen Pferdemist und eine genau berechnete Menge mineralischer Dünger. Dabei orientieren wir uns an den Grenzwerten für Wasserschutzgebiete, obwohl für das Schmidener Feld selbst – unser Anbaugebiet – keine engen Vorgaben bestehen.
Rund um unsere Felder legen wir Blühstreifen an. Diese sehen nicht nur gut aus, sondern bieten auch einen Lebensraum für Insekten und Nützlinge wie Bienen, Hummeln und Schmetterlinge. Und sogar Rebhühner sind hier wieder zuhause. Unser Getreide profitiert im Gegenzug von der natürlichen Schädlingsreduzierung durch die dort lebenden Kleintiere.
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